... gibt es endlich mal wieder einen Blog-Eintrag von mir. Es ist gar nicht so einfach wieder einzusteigen - es ist so unendlich viel passiert und man kann den ersten Eintrag doch nicht irgendwelchen belanglosen Dingen widmen.
Ich würde gerne für September, Oktober und November den Reset-Knopf drücken mit der Möglichkeit aktiv in das Geschehen eingreifen zu können.
Wenn sowas möglich wäre, dann würde ich gerne in der Nacht auf zweiten September bei meinen Eltern im ersten Stock das Licht anmachen. Dann wäre mein Vater nicht im Dunkeln von der Sitzecke ins Schlafzimmer gegangen und wäre auch nicht über die Brüstung ins Wohnzimmer runtergestürzt. Er hätte sich nicht 4 Wirbel, das Kreuzbein und das Darmbein gebrochen, hätte keine Gehirnblutung gehabt und meine Mutter hätte ihn nicht in einer riesigen Blutlache gefunden.
Im Nachhinein hat er riesiges Glück gehabt und nach Krankenhausaufenthalt und Reha ist er schon fast wieder der alte und er wird - so wie es derzeit aussieht - minimale bleibende Schäden davontragen. Er ist wohl für diesen Tag einfach noch nicht auf der Liste gestanden, auf der diejenigen verzeichnet sind, die abtreten müssen. Für mich ist es ein absolutes Wunder, dass das Rückenmark nicht verletzt wurde und dass im Gehirn wohl keine wichtigen Areale von der Blutung betroffen waren.
Kaum geht es meinem Vater ein wenig besser erhält meine ältere Schwester die Diagnose, dass sie ein malignes Melanom hat. Im Moment ist noch nicht sicher wie schlimm es ist, da sie erst übernächste Woche einen Termin in der Klinik hat um den Wächterlymphknoten entfernen und untersuchen zu lassen. Es hängt jetzt alles davon ab, ob der Tumor schon in den Lymphknoten gestreut hat. Diese Ungewissheit finde ich ziemlich zermürbend.
Das kostet mich derzeit alles ziemlich viel Kraft. Eigentlich möchte ich im Januar schön in Urlaub fahren und würde auch gerne den Job wechseln - aber mich um diese Dinge zu kümmern, dafür habe ich derzeit keinen Nerv.
vor 6 Jahren