... bleibt irgendwann mal was auf der Strecke.
Mein Notebook weilt seit Mittwoch abend im Fundbüro des Düsseldorfer Flughafens. Wie es genau dazu kam, ist mir bis jetzt immer noch etwas schleierhaft.
Angefangen hat alles damit, dass ich ziemlich viel unterwegs war.
- Sonntag abend: von Zürich nach Berlin geflogen
- Montag: Studienzentrum 1 in Berlin besucht
- Dienstag: Initiierungsbesuch bei Studienzentrum 2 in Berlin
- Dienstag abend: von Berlin nach Zürich geflogen
- Mittwoch früh: von Zürich nach Düsseldorf geflogen, weiter mit dem Zug nach Bochum
- Mittwoch nachmittag: Besuch in Studienzentrum 1 in Bochum
- Mittwoch abend: mit dem Zug von Bochum nach Düsseldorf Flughafen.
Sicherheitskontrolle Flughafen Düsseldorf:
Der Typ der vor dem Röntgendingens die Sachen in Empfang nimmt hat mich genervt.
"Haben Sie Flüssigkeiten dabei"
"Nein, habe ich nicht"
"Do you have Mascara, Lipstick *weitere Aufzählung* with you"?
"Nein, ich habe nichts dabei"
Diesmal auf deutsch: "Aber haben Sie vielleicht eine Handcreme, *Aufzählung* dabei?"
"ICH HABE NICHTS DABEI, ICH WAR NUR EINEN TAG UNTERWEGS"
Dann nimmt er mein Notebook, packt es in eine Plastikschale und schiebt diese Richtung Röntgendingens.
Ich ziehe meine Jacke aus. Er besteht darauf, dass die dünne Strickjacke auch runter muss und packt das alles in eine weitere Plastikschale. Bevor er diese und meine Handtasche + den PC-Rucksack auf das Förderband schiebt kommt die Abtasttante von der anderen Seite des Metallbogens und schiebt die Stiefel + eine Schale mit Kosmetika von der Tussi die vor mir dran war auf das Förderband.
Der Metallbogen fiept. Die Abtasttante unterzieht mich einer Leibesvisitation, die eher an begrapschen erinnert. Als sie endlich fertig war, war an dem Band wo man sein Zeug in Empfang nimmt dichtes Gedränge. Ich will eigentlich nur noch weg von der Sicherheitskontrolle und sammle meine Sachen ein und habe wohl vergessen, dass jenseits der Stiefeltussi, die gerade ihre Kosmetika einpackt, noch die Schale mit meinem Notebook steht. Der PC-Rucksack ist immer so voll mit Arbeitsunterlagen, dass mir die fehlenden 3kg auch nicht aufgefallen sind.
Am nächsten Morgen stelle ich mit entsetzen fest, dass mein Notebook fehlt. Mir wird heiß und kalt. Ein Anruf im Flughafenfundbüro ergibt, dass es abgegeben wurde. *Puha, nochmal ganz viel Glück gehabt*
Weil ich es schnell wiederhaben wollte, blieb mir nur übrig, 55€ Versandgebühren per Expresspost dorthin zu schicken. Der Expressbrief kostete auch noch mal schlappe 44CHF - das war ein ganz schön teurer Spass.
Wenn ich Glück habe, wird mir das Notebook am Dienstag in die Arbeit geliefert.
Ich kann es immer noch nicht fassen, wie das passieren konnte. In Zukunft werde ich auf jeden Fall aufpassen, dass mein ganzes Zeug hintereinander durch das Röntgendingens fährt *Grummel*
Nachtrag: Ich habe es tatsächlich wiederbekommen. Die Verpackung war zwar arg lädiert - ich habe schon das Schlimmste befürchtet - aber es funktioniert noch und ich war für kurze Zeit der glücklichste Mensch der Welt.