Mir blutet das Herz... ich werde mich tatsächlich von meinem 18 Jahre alten hellblauen Fiesta trennen *heul*
Wie es dazu kommt? Nun gut ... das Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau hat mir die Pistole auf die Brust gesetzt. Bisher ist das Auto immer noch auf meine Mutter angemeldet und fährt daher mit Göppinger Kennzeichen rum. Vor einiger Zeit wurden wir nach dem Einkauf in Waldshut an der Grenze gründlich kontrolliert und dort wurde uns schon gesagt, dass man nicht dauerhaft mit einem deutschen Auto in der Schweiz herumfahren kann. Es ist völlig egal, ob einem das Auto gehört oder nicht. Wir konnten uns aber direkt an Ort und Stelle eine Zollbescheinigung kaufen, die das Fahren immerhin zwei Jahre lang erlaubt. Eigentlich dachten wir, der Fall hätte sich damit erledigt.
Nun kam aber Post vom kantonalen Strassenverkehrsamt. Das Auto ist nach ordnungsgemässer Fahrzeugprüfung (=TÜV) innert einer bestimmten Frist anzumelden, da gibt es nichts dran zu rütteln. Das Papier das wir vom Zoll haben erlaubt nur das zollfreie rumfahren *seufz* Für die Fahrzeugprüfung muss man übrigens das Auto vorher sorgfältig reinigen lassen - Motorwäsche, Unterbodenwäsche etc. Es gibt extra Werkstätten, die sich darauf spezialisiert haben. Dieser Aufwand für die alte Karre - ich denke auch, dass die Kontrolle um einiges strenger ausfällt als in D, man sieht hier keine uralten Autos rumfahren.
Nach einigem Überlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass man derzeit so günstig wie nie an ein neues Auto kommt und habe beschlossen, mich von dem alten Fiesta zu trennen. Zuerst hatte ich überlegt, meine Mutter die Abwrackprämie kassieren zu lassen. Der nächste Gedanke war, dass die Mehrwertsteuer in der Schweiz nur 7.6% beträgt. Eventuell lohnt es sich auch das Auto in D selbst zu kaufen (Autos sind in der Schweiz teurer als in D), es zu exportieren und die Differenz der Mehrwertsteuer zu kassieren.
Entschieden habe ich mich für einen neuen Fiesta. Die Entscheidung fiel relativ schnell, gesehen habe ich das Auto das erste Mal in der Fernsehwerbung und fand es da recht schnittig. Eine Probefahrt hat mich absolut überzeugt. Alternativ habe ich mich noch im Internet nach einem Polo oder A3 umgeschaut. Der Polo ist mir vom Aussehen her zu bieder und den A3 fand ich etwas teuer. Es ist unglaublich, was man beim Fiesta schon im Grundmodell alles an Ausstattung erhält, was man bei anderen Anbietern erst noch teuer dazukaufen muss. Wenn nun alles gut geht, dann bin ich ab Anfang April in einem nagelneuen Fiesta in der Farbe Hot Magenta unterwegs. *freu* Das Testauto war in dieser Farbe lackiert und das sah einfach chic und so wohltuend anders aus als das Einheitssilber, das derzeit auf den Strassen unterwegs ist. Wir konnten den Preis ganz gut verhandeln und somit wird mein alter Fiesta nicht abgewrackt sondern ich versuche ihn in D zu verkaufen. Immerhin hat er fast zwei Jahre TÜV, nur 120.000km und schaut innen noch aus wie neu.